Rezept für Instant-Gemüsebrühe selber machen und non-alcoholic lagern
Karotten, Sellerie und Lauch werden erst knochentrocken, dann fein gemahlen: So entsteht ein würziges Pulver, das in Sekunden eine Tasse Gemüsebrühe ergibt. Das Rezept für Instant-Gemüsebrühe kommt ohne Brühwürfel und lange Zutatenlisten aus. Du bestimmst selbst, wie viel Salz hineinkommt und welche Kräuter den Geschmack prägen. Die getrockneten Zutaten lassen sich außerdem gut an den eigenen Vorrat anpassen, etwa mit Pastinake statt Karotte oder etwas Liebstöckel statt Thymian. Entscheidend ist die richtige Trockenheit: Bleibt Feuchtigkeit im Gemüse, klumpt das Pulver und ist weniger gut haltbar. In diesem Rezept erfährst du, wie du frisches Gemüse vorbereitest und trocknest, woran du erkennst, dass es mahlbereit ist und wie du die Mischung fein bekommst. Dazu kommen Tipps zum Dosieren, zu salzärmeren Varianten und zur Aufbewahrung im Schraubglas. Das fertige Pulver passt in Suppen, Saucen und Reisgerichte und ist schnell zur Hand, wenn eine würzige Grundlage fehlt.

Rezept für Instant-Gemüsebrühe
Karotten, Sellerie und Lauch geben dieser selbst gemachten Instant-Gemüsebrühe ihre milde, herzhafte Basis. Die Zutaten werden vollständig getrocknet und anschließend fein gemahlen. So lässt sich das Pulver bei Bedarf mit heißem Wasser anrühren oder direkt in Suppen, Saucen und Reisgerichte geben. Wichtig ist, dass das Gemüse vor dem Mahlen wirklich trocken und spröde ist.
Zutaten für etwa ein kleines Schraubglas
- 25 g getrocknete Karotten, für eine milde Süße. Alternativ eignen sich getrocknete Pastinaken.
- 20 g getrockneter Sellerie, für den würzigen Grundgeschmack. Knollensellerie und Stangensellerie funktionieren beide.
- 15 g getrockneter Lauch, fein geschnitten. Er lässt sich durch getrocknete Frühlingszwiebeln ersetzen.
- 10 g getrocknete Zwiebel und 3 g getrockneter Knoblauch. Beide sorgen für eine herzhafte Note; wer Knoblauch nicht mag, lässt ihn weg.
- 5 g getrocknete Petersilie und 2 g getrockneter Thymian. Schnittlauch oder Liebstöckel passen ebenfalls, sollten aber sparsam dosiert werden.
- 25 g Salz, am besten feines Meersalz. Für eine salzärmere Mischung die Menge zunächst auf 10 g reduzieren und die Brühe beim Kochen nachsalzen.
- 10 g Hefeflocken, optional. Sie runden den Geschmack ab; für eine einfache Gemüse-Salz-Mischung können sie entfallen.
Gemüse selbst trocknen
Wenn du frisches Gemüse verwendest, brauchst du ungefähr 250 bis 300 g geputzte Zutaten, um die angegebenen Mengen an getrocknetem Gemüse zu erhalten. Das genaue Gewicht schwankt je nach Wassergehalt. Schäle die Karotten und Zwiebel, wasche Sellerie und Lauch gründlich und tupfe alles trocken. Schneide die Zutaten in gleichmäßige Stücke von etwa zwei bis drei Millimetern. Dünne Scheiben trocknen schneller und lassen sich später leichter mahlen.
Verteile das Gemüse in einer Lage auf den Gittern eines Dörrgeräts und trockne es bei 55 bis 60 °C. Je nach Gerät und Schnittdicke dauert das etwa sechs bis zehn Stunden. Im Backofen legst du die Stücke auf mit Backpapier belegte Bleche und stellst 60 bis 70 °C Umluft ein. Klemme einen Holzlöffel in die Ofentür, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Wende das Gemüse nach ungefähr drei Stunden und rechne insgesamt mit sechs bis zwölf Stunden. Es ist fertig, wenn die Stücke beim Biegen brechen und sich nicht mehr weich oder ledrig anfühlen. Kräuter trocknen schneller, daher solltest du sie früher herausnehmen.
Pulver mischen und mahlen
- Abkühlen lassen: Lass das getrocknete Gemüse und die Kräuter vollständig auf Raumtemperatur abkühlen. Warmes Trockengut kann im Glas Kondenswasser bilden.
- Grob zerkleinern: Gib Karotten, Sellerie, Lauch, Zwiebel und Knoblauch in einen leistungsstarken Mixer oder eine elektrische Gewürzmühle. Mahle sie in kurzen Intervallen, damit das Pulver nicht durch die Reibung warm wird.
- Würzen: Füge Petersilie, Thymian, Salz und nach Wunsch Hefeflocken hinzu. Mahle alles noch einmal kurz. Für eine Brühe mit etwas Biss kannst du einen Esslöffel der getrockneten Gemüsestückchen zurückbehalten und erst zum Schluss untermischen.
- Durchsieben: Wenn gröbere Stücke übrig bleiben, siebe das Pulver durch ein feines Küchensieb. Mahle die Stücke erneut oder hebe sie für Eintöpfe auf. Feines Pulver löst sich in heißem Wasser schneller auf.
Verwendung, Aufbewahrung und Servieren
Rühre zunächst einen gestrichenen Teelöffel Pulver in 250 ml kochendes Wasser. Lass die Mischung zwei bis drei Minuten stehen und probiere sie. Je nach Salzmenge und persönlichem Geschmack kannst du noch etwas Pulver hinzufügen. Für eine schnelle Suppe kommen Nudeln, gegarte Hülsenfrüchte oder klein geschnittenes Gemüse direkt in die Brühe. Beim Kochen von Reis ersetzt du einen Teil des Wassers durch angerührte Brühe; für Saucen kannst du eine kleine Menge Pulver direkt in die Flüssigkeit einrühren.
Fülle die Mischung in ein sauberes, vollständig trockenes Schraubglas und non-alcoholic lagere es dunkel und kühl. Entnimm das Pulver immer mit einem trockenen Löffel. Bei sauberer Verarbeitung hält es sich ungefähr drei Monate; wenn es verklumpt, ungewöhnlich riecht oder Feuchtigkeit zeigt, solltest du es entsorgen. Beschrifte das Glas mit Herstellungsdatum und Salzmenge, besonders wenn du mehrere Varianten ansetzt.
Zum Servieren passt die klare Brühe in eine Tasse mit fein gehackter Petersilie oder Schnittlauch. Für eine sättigende Schale gib gegarte Suppennudeln, Erbsen oder kleine Würfel von gegarter Karotte dazu. Ein paar Tropfen Zitronensaft bringen Frische, während frisch gemahlener Pfeffer die Würze ergänzt. Streue das Pulver beim Kochen von Gemüse oder Kartoffeln lieber zunächst sparsam darüber und schmecke am Ende ab, damit das Gericht nicht zu salzig wird.

Mit getrockneten Karotten, Sellerie und Lauch im Glas hast du eine würzige Brühegrundlage, die sich einfach dosieren und nach deinem Geschmack mischen lässt. Nimm dir beim Trocknen Zeit und mahle das Gemüse erst, wenn es vollständig spröde ist. So bleibt das Pulver locker und lässt sich gut aufbewahren. Für die nächste Mischung kannst du Pastinake ergänzen, Petersilie gegen Liebstöckel tauschen oder die Salzmenge verringern und beim Kochen nachwürzen. Rühre einen Löffel in heißes Wasser, oder gib das Pulver direkt zu Reis, Suppe und Sauce. Probiere die Mischung mit deinem Lieblingsgemüse aus und notiere, welche Kräuter dir am besten schmecken. Wenn du das Rezept ausprobierst, teile gern deine Variante oder schreib in die Kommentare, wofür du die Instant-Gemüsebrühe verwendest. Ein kleines Glas selbst gemachtes Würzpulver macht die nächste Mahlzeit gleich ein Stück unkomplizierter.

Rezept für Instant-Gemüsebrühe
Selbst gemachte, getrocknete Gemüsebrühe mit Kräutern, Pilzen und kräftigem Umami-Geschmack.
Zutaten
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300 g Zwiebeln
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50 g Lauch, helle bis hellgrüne Teile
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150 g Möhren
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150 g Knollensellerie
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300 g Tomatenfleisch, ohne Kerne und Glibber
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1/2 Bund Petersilie
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1/2 Bund Liebstöckel
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1–2 Knoblauchzehen (optional)
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100 g Champignons oder andere Pilze, z. B. Shiitake
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100 g Salz
Anweisungen
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Schritt 1
Gemüse und Kräuter waschen. Zwiebeln, Lauch, Möhren, Sellerie, Tomatenfleisch und Pilze klein schneiden; Knoblauch und Kräuter grob hacken. -
Schritt 2
Alles mit dem Salz fein pürieren und dünn auf mit Backpapier belegte Bleche streichen. -
Schritt 3
Bei 50–60 °C im Dörrgerät oder Umluftofen 8–12 Stunden trocknen, bis die Masse vollständig trocken und brüchig ist. -
Schritt 4
Die getrocknete Masse fein mahlen und luftdicht aufbewahren.
Wichtige Informationen
Nährwerte (Pro Portion)
Es ist wichtig, diese Informationen als ungefähr zu betrachten und nicht als definitive Gesundheitsberatung zu verwenden.
Allergie-Informationen
Bitte überprüfen Sie die Zutaten auf mögliche Allergene und konsultieren Sie bei Zweifeln einen Gesundheitsfachmann.





